IAS-Entfernung. Foto: Kris Meus

Bekämpfung von invasiven gebietsfremden Arten

Invasive gebietsfremde Arten sind ein großes Problem für unsere Artenvielfalt. Da diese Arten ohne menschliches Zutun eigentlich nicht hier vorkommen dürften, haben sie keine natürlichen Feinde und vermehren sich enorm. Dadurch werden viele andere Arten verdrängt und die Artenvielfalt geht dramatisch zurück. Deshalb bekämpfen wir diese invasiven Arten so weit wie möglich.

Dies ist auch ein wichtiger Teil der Naturwiederherstellung im Rahmen von LIFE Multi Peat. Genauer gesagt konzentrieren wir uns auf die Bekämpfung von Arten wie dem Drüsigen Springkraut (Impatiens glandulifera), der Amerikanischen Roteiche (Quercus runbra) und der Schwarzkirsche (Prunus serotina).

Um die Amerikanische Roteiche zu bekämpfen, müssen große Bäume gefällt werden, aber die meiste Arbeit wird anschließend geleistet, um das massive Wachstum junger Amerikanischer Roteichen zu entfernen. Im Tal der Grote Beek wurden vor kurzem mehrere Hektar dieses sehr dichten amerikanischen Roteichenbestandes unter der Hochspannungsleitung gefällt. Wir führen nun ein Mähmanagement durch und lassen ihn sich wieder zu einem Ginstergebüsch entwickeln, einem hochwertigen Naturtyp mit hoher Artenvielfalt.

Die Schwarzkirsche treibt überall aus. Selbst im feuchtesten Teil des Sumpfwaldes finden wir diese Art. Auch das wird bekämpft. Alles, was mit der Hand herausgezogen werden kann, wird herausgezogen, und größere Bäume werden beringt. Dazu werden die Rinde und die "Kambiumschicht" entfernt. Dadurch stirbt der Baum allmählich ab, und es wird auch verhindert, dass viele neue Triebe aus demselben Baum wachsen.

Entferntes Indisches Springkraut
Foto: Kris Meus

Aber auch das Drüsige Springkraut ist ein großes Problem im Tal. Es schleudert seine Samen bis zu 10 Meter weit, wenn es berührt wird. In der Regel fallen diese Samen dann in den Bach und werden über weite Strecken verbreitet. Im Rahmen von LIFE Multi Peat arbeiten wir an einem integrierten Ansatz zur Bekämpfung dieser Art, der an der Quelle ansetzt und flussabwärts arbeitet. Zu diesem Zweck wird das Drüsige Springkraut ausgerissen oder gemäht (wenn es eine große Fläche bedeckt), bevor es sich ausbreitet. Dadurch wird eine weitere Ausbreitung verhindert. Wir tun dies nun schon das zweite Jahr in Folge, aber die kommenden Jahre sind besonders wichtig. Wenn wir dies vier Jahre lang fortsetzen können, sollte die Art weitgehend ausgerottet sein.

Wenn Sie also irgendwo Springkraut sehen, streuen Sie die Samen nicht aus, sondern reißen Sie die Pflanze aus und legen Sie sie irgendwo mit den Wurzeln nach oben oder in Haufen auf eine trockene Stelle in der Sonne.

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