Feldtechniker beim Verteilen von Spezialheu an einem Muti-Torf-Standort in Deutschland

Harte Arbeit bei der Restaurierung des Häsener Luchs

Auf der deutschen LIFE-Multi-Torf-Projektfläche Häsener Luch tut sich was. Über den Winter und Anfang März 2026 haben NABU-Mitarbeiter und Freiwillige den Bewuchs gerodet und spezielles Heu mit typischer Moorvegetation auf die Fläche ausgebracht.

Feldtechniker beim Verteilen von Spezialheu auf einer Muti-Torfstelle in Deutschland
Verteilen von Spezialheu im Häsener Luch - Foto: Josephin Beyer

4. März 2026 - Ein arbeitsreicher Tag mit intensiver körperlicher und maschineller Arbeit im ehemals degradierten Moorgebiet Häsener Luch hat das LIFE-Multi-Peat-Projektgebiet der Vision eines wieder feuchten, blühenden Moorökosystems ein paar Schritte näher gebracht. Der Antrag für dieses internationale Moorrenaturierungsprojekt wurde 2020 eingereicht, die ersten Maßnahmen vor Ort beginnen 2021. Es wurde ein Überwachungssystem eingerichtet, um die Torfdichte und den Wasserstand zu verfolgen. Ab 2023 nahmen die Vorbereitungen für die umfassende Wiedervernässung des Geländes mit der Reaktivierung von drei alten wasserhaltenden Schachtbauwerken aus DDR-Zeiten Gestalt an.

Im vergangenen Winter wurden rund eineinhalb Hektar des Geländes systematisch vom Bewuchs befreit. Nach der ersten Entwässerung des Moores viele Jahrzehnte zuvor war die ursprüngliche Moorvegetation von Gestrüpp verdrängt worden, das den Moorpflanzen den Zugang zum Licht versperrte. Das Projektteam begann mit der intensiven Arbeit, diesen Prozess rückgängig zu machen, und bereitete anschließend den Boden mit einer speziellen Planierraupe vor, um den Boden für die Aussaat vorzubereiten.

Spezialheu als Starthilfe für die Moorerholung

Damit die typischen Moorpflanzen bald wieder ins Häsener Luch zurückkehren können, verteilte das Team acht Ballen Spezialheu auf dem Gelände. Dieses Heu ist mit der typischen Vegetation eines artenreichen Moorgebietes in der Region besät. Diese Arten sind von enormer Bedeutung für die Gesamterneuerung des Standorts und seine natürlichen Ökosystemprozesse, da es sich um torfbildende Pflanzen handelt. In Verbindung mit der strategischen Anhebung des Wasserspiegels des Standorts trägt dies dazu bei, die Erholung in Gang zu bringen und die CO₂-Emissionen dieses ehemals entwässerten Torfgebiets zu verringern. Wasserminze, Sägekraut, Wiesenschaumkraut und Seggenarten werden hier hoffentlich bald aus dem Boden sprießen und das Rad der Torfbildung in Gang setzen.

Ab dem nächsten Winter werden 13 zusätzliche Wasserrückhaltepunkte dazu beitragen, den idealen Wasserstand im Gebiet zu kontrollieren und zu erhalten. Schritt für Schritt kommt das Projekt dem Endziel eines feuchten, gesunden und artenreichen Moorgebietes immer näher.

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